Auf Initiative des Instituts für Ethnologie an der Universität Köln konstituierte sich im November 2006 eine interdisziplinäre ForscherInnengruppe mit dem Ziel, friedensfördernde Maßnahmen in verschiedenen Konfliktregionen interdisziplinär zu vergleichen.
Schwerpunkte des Vergleichs sind:
- Gegenwart des Konflikts: Konfliktparteien und Akteure, Verhalten/Art der Konfliktaustragung, zugrundeliegende Annahmen und Ziele der einzelnen Konfliktparteien und Widersprüche zwischen den Zielen der Konfliktparteien;
- Konfliktgeschichte: zugrundeliegende politische und soziale Strukturen und kulturelle Muster;
- Konflikttransformation: Exploration neuer, Konflikt transzendierender und Frieden fördernder Annahmen, Verhaltensweisen und Ziele.
Im Vordergrund stehen bei allen drei Schwerpunkten die Wahrnehmungen der Konfliktparteien, die vor dem Hintergrund der ‘objektiven’ Gegebenheiten, d.h. etischer Sichtweisen, kontextualisiert werden. Zentrale Bedeutung werden dem Prozess der Konflikttransformation beigemessen, dessen Analyse ihrerseits die Erfassung von Konfliktursachen und Konfliktverlauf voraussetzt.